Die Arbeitsplatte in der
Küche austauschen!

Nach zehn Jahren täglicher Verwendung, war es bei mir zu Hause nun soweit, daß die Arbeitsplatte in der Küche ausgewechselt werden musste. Die Arbeitsfläche ist zerkratzt, zerschnitten und fleckig - also muß eine neue her. Führt sie ums Eck, so messe ich die Teilstücke aus und lasse mir an den Nahtstellen jeweils Frässchnitte setzen - diesen Service gibt es mitlerweile in einer Reihe von Baumärkten, wo auch oftmals Bauanleitungen zur Verfügung gestellt werden, wie z. B. im Holzland. So wird die Fläche nur durch eine superfeine Naht unterbrochen, ohne Alu-Profil.

Um eine saubere und vernünftige Arbeit abzuliefern, wird folgendes Material benötigt: Arbeitsplatte, Maßband und Bleistift, 8 mm Holzbohrer, für Holzplatten: Sägeblätter für Holz - sogenannte freiwinkel- und zähnegeschliffene Blätter, für kunststoffbeschichtete Platten: freiwinkel- und zähnegeschliffene Blätter mit umgekehrter Verzahnung; sie ermöglichen splitterfreies Sägen, Paketklebeband eine Bohrmaschine und eine Stichsäge.

Um Kochmulde und Spüle einsetzen zu können, muß ich die Platte ausschneiden. Meistens schneide ich die Arbeitsplatte von der Rückseite her. Sie läßt sich allerdings auch von der Vorderseite gut bearbeiten, sofern ich die unten beschriebenen, Vorsichtsmaßnahmen beachte. Sonst besteht die Gefahr, daß die Schnittkanten ausreißen und sich später schlechter abdichten lassen.

Die vier Eckpunkte der benötigten Ausschnitte zeichne ich sorgfältig auf die Oberfläche. Die Eckpunkte verbinde ich mit geraden Linien zu Vierecken. Bei runden oder ovalen Spülen lege ich den Mittelpunkt auf der Arbeitsplatte fest um dann den Spülenumriss aufzuzeichnen.

Um jetzt vorab probehalber schon einmal zu sehen, ob alles passt, lege ich die Spüle bzw. die Kochmulde umgedreht auf die Arbeitsplatte. Für die Platte ist es schonender, wenn ich die Schnittlinien mit Paketklebeband beklebe. Das vermindert die Gefahr, daß die Schnittkanten ausreißen können. Bei Anwendung dieser Methode ist es allerdings erforderlich, daß ich die Maße der Ausschnitte noch einmal auf das Klebeband zeichne.

Ein sauberes Arbeiten ist dann gewährleistet, wenn ich den Sägestaub gleich bei der Arbeit mit einem Staubsauger auffange. Zuerst bohre ich die Eckpunkte für die Ausschnitte vor. Bei runden oder ovalen Spülen ist eine Bohrung auf der Kreislinie ausreichend. Hierfür verwende ich einen 8 mm starken Holzbohrer. Dies sind dann die Eintauchpunkte für meine Stichsäge. Beim Sägen ist darauf zu achten, daß die Platte keine Kratzer bekommt. Das kann ich mit einem Schutzschuh auf der Grundplatte umgehen. Alternativ könnte ich auch Paketklebeband auf der Metallsohle befestigen.

Ich verwende spezielle Sägeblätter in der Stichsäge - die Sägezähne sollen nach unten weisen. Jetzt kann ich die Platte von oben zuschneiden, ohne daß sie ausreißt. Für die Stichsäge verwende ich einen langsamen Vorschub.

Das Werkzeug setze ich stets in den Eintauchbohrungen an und säge dann an der Bleistiftlinie entlang. Bin ich mit den Ausschnitten fertig, ziehe ich die Reste des Klebebands ab. Obschon ich Sorgfalt walten lasse, sind die Schnittkanten manchmal nicht ganz gerade. Sie lassen sich perfekt mit einem Elektro-Fuchsschwanz nacharbeiten, wenn ich eine Raspel einspanne.

Bei allen Arbeiten sollte stets auf die nötigen Sicherheitsvorkehrungen geachtet werden, damit die handwerklichen Tätigkeiten nicht zu Verletzungen führen. Es sollte in jedem Fall festes Schuhwerk getragen werden und mitunter ist der Einsatz von Arbeitshandschuhen sinnvoll. Damit alle Arbeitsschritte leicht von der Hand gehen, ist eine gute Vorbereitung wichtig. Das nötige Werkzeug sollte bereits parat liegen, denn dadurch kann viel Zeit gespart werden. Damit die Räumlichkeiten nicht allzu staubig und verdreckt von den Holzspänen werden, ist es sinnvoll, alte Zeitungen oder Malerflies unterzulegen, das einfach gesäubert werden kann. Dadurch werden Kratzer im Boden vermieden und das Flies dient der Lärmdämpfung. Die Nachbarn in der unteren Wohnung werden dankbar sein, wenn bei Arbeiten Hilfsmittel eingesetzt werden, die den Geräuschpegel senken. Natürlich kann man ihnen auch dauerhaft etwas Gutes tun, zum Beispiel Stuhlgleiter nutzen und nicht mit hohen Ansätzen über das Parkett laufen, damit das friedliche Zusammenleben in der Nachbarschaft gesichert ist. In diesem Zusammenhang ist es auch ratsam, Nachbarn über Arbeiten, die Lärm verursachen, vorher zu informieren.

Es schrieb für Sie Ihr Hausmeister Rolf Beckmann aus Bremen






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