Wie Sie einen Dimmer
fachgerecht einbauen

Verträumt gedämpftes Licht oder die Helligkeit eines Spots: Die Beleuchtung kann mit einem Dimmer den unterschiedlichen Bedürfnissen der Bewohner angepasst werden. Was spricht also dagegen, herkömmliche Schalter gegen solch einen Komfort-Regler auszutauschen?

Ein Dimmer ist eine elektronische Schaltung, die den Strom in sehr kurzen Zeitspannen ein- und ausschaltet. Dabei läßt sich das Verhältnis der Ein- zur Ausschaltzeit verändern. Durch die Trägheit der Lampe und des menschlichen Auges entsteht der Eindruck einer reduzierten Helligkeit.

Dimmer gibt es für unterschiedliche Leuchtenarten. Preiswert und weit verbreitet sind Ausführungen für Glühlampen. Aber auch für Niedervolt-Halogenlampen, Leuchtstoff- und Energiesparlampen sind Dimmer in fast allen Baumärkten erhältlich. Wichtig ist beim Einkauf des Gerätes, daß es zu dem Typ der installierten oder vorgesehenen Leuchte passt! Wenn ich nicht genau bescheid weiß, frage ich einen Fachverkäufer.

Ebenfalls wichtig ist die Leistungsfähigkeit eines Dimmers: Ich darf nur so viele Leuchten anschließen, bis die Maximalbelastung erreicht ist. Die angeschlossenen Lampen dürfen zusammen diesen Wert nicht übersteigen. Hat ein Dimmer eine Leistungsfähigkeit von 300 W, darf ich bis zu drei Leuchtmittel zu je 100 W anschließen.

Am einfachsten ist der Austausch eines Ein-Ausschalters gegen einen Dimmer. Hier habe ich nur einen Schalter mit einem Schaltelement, mit dem ich die Leuchte ein- oder ausschalten kann. Ist die Leuchte von zwei oder mehr Stellen aus zu schalten, benötige ich einen speziellen Dimmer. Außerdem wird die Installation dann deutlich schwieriger.

Gewöhnlich sind Dimmer in einem Gehäuse untergebracht, das in eine genormte Unterputz-Dose (B 55 mm) paßt. Neben der Schutzfunktion und als Montagemittel hat das Gehäuse weitere Funktionen zu erfüllen. Es garantiert, daß die während des Betriebs entstehenden Funksignale nicht in die Umgebung abgestrahlt werden und den Rundfunkempfang stören. Ferner sorgt das Gehäuse für die Ableitung der Wärme. Bei Unterputz-Dimmern ist die nächste Umgebung nach der Schalterdose meist Mauerwerk aus Stein; es können aber auch wärmeisolierende Baumaterialien sein. Da die Wärmeentwicklung eines Dimmers von seiner Belastung abhängt, beziehen sich die auf dem Dimmer genannten Leistungswerte auf den Einbau des Gerätes in eine Wand aus Stein. Montiere ich den Dimmer in einer Wand aus Dämmstoffen oder neben Wärmequellen, ist zu empfehlen die Belastbarkeit um 20 bis 30% geringer anzusetzen.

Die Montage: Wie immer bei Strom zuerst die Sicherung raus. Bevor ich nach dem Ausbau des alten Schalters irgendeine Leitung berühre, überprüfe ich mit dem Phasenprüfer oder einem Zweipol-Spannungsprüfer, ob an den Schalteranschlüssen Spannung liegt.

Zu einem Ausschalter führt in der Regel eine dreiadrige Leitung: der Außenleiter, ein Schaltdraht und der Schutzleiter. Der Schutzleiter wird nicht gebraucht und liegt daher meist unbenutzt in der Dose, die beiden anderen Leiter führen an den Schaltereinsatz. Nach VDE liegt die schwarze Ader an "Phase" - also dem Außenleiter. Diese sollte an den mit "P" oder mit einem in das Schalterelement weisenden Pfeil gekennzeichneten Anschluß führen. Die blaue Ader muß dann mit einem Schalteranschluß verbunden sein, der mit einem nach außen weisenden Pfeil gekennzeichnet ist. Hier dient die blau isolierte Ader nicht als Neutralleiter, sondern sie wird als Schaltdraht benutzt: Soll die Lampe leuchten, wird über diese Ader und den Schalter die Leuchte mit dem Außenleiter verbunden. Der Neutralleiter ist direkt an die Leuchte herangeführt.

Jetzt bin ich soweit, das ich den alten Schalter demontieren kann. Wenn ich die Dimmeranschlüsse eindeutig identifiziert habe, verbinde ich sie mit den Leitungsadern. Den fertig angeschlossenen Dimmer füge ich in die Schalterdose ein, richte ihn genau aus und ziehe die Schrauben für die Spreizkrallen fest an. Alle Abdeckungen und der Blendrahmen des Dimmers werden noch montiert, bevor ich die Sicherung wieder einschalte und die Funktion überprüfe.

Es schrieb für Sie Ihr Hausmeister Rolf Beckmann aus Bremen






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