Fenster und Türen anstreichen

Nachdem ich nun die Fenster renoviert und den Lack von den Türen entfernt habe, ist es an der Zeit, beide mit einem neuen Anstrich zu versehen. Lack oder Lasur, das ist hier die Frage? Dabei sollten wir uns darüber im klaren sein, das ein neuer Anstrich - gleich ob Klarlack, Lasur oder in Farbe - mehr ist, als eine rein optische Verschönerung. Das Holz wird geschützt, die Oberfläche konserviert und leichte Schäden abgehalten. Ein scheuerfester Lack ist besonders leicht zu reinigen und vor allem bei Kindern zu empfehlen. Visitenkarten Ihrer Rabauken wie Patschhändchen, Dreirad-Reifen oder Eisreste beseitigen Sie bei einer hochwertigen Lackschicht einfach mit einem Lappen.

Eine Lasur bringt dagegen die Struktur des Holzes mehr zur Geltung, bietet im Vergleich zu Lack aber auch weniger Schutz bei leichten Schäden. Wenn ich mir nicht sicher bin, was das Richtige ist, frage ich den Fachhändler.

Um am Ende vernünftige Resultate zu erreichen, ist es auch hier erforderlich, den Arbeitsplatz entsprechend vorzubereiten, will sagen, das ich meinen Arbeitsbereich mit Abdeckfolie auslege und die zu bearbeitenden Werkstücke möglichst auf Arbeitsböcke lege, so, daß ich von allen Seiten ran kann und das nichts wackelt.

Ich beginne damit, die Ecken und Kanten vor zu lackieren. Hierzu trage ich den Vorlack auf und verteile ihn mit dem Pinsel, erst senkrecht, dann waagerecht (im Kreuzgang lackieren). Bei Fenstern ist es erforderlich, speziell auf die Struktur des Holzes zu achten. Um Auffälligkeiten zu vermeiden, darf ich im Anschluß nicht mehr mit dem Pinsel nachbessern. Es bleibt mir freigestellt, ob ich mit Rolle oder Pinsel arbeiten möchte.

Mit der Rolle geht es einfacher, mit dem Pinsel erziehle ich eine bessere Deckung. Nun soll mir niemand sagen, daß der Maler das aber "so" macht. Das mag ja sein, ist aber nicht zwingend erforderlich. Viele Wege führen bekanntlich nach Rom. Letztendlich kommt es doch auf das Ergebnis an und nicht auf den Weg, der mich dahin führt. - Pinsel und Rollen müssen nicht immer gleich ausgewaschen werden. Einfach über Nacht in Frischhalte- oder Alufolie einwickeln. Ich kann sie auch in einem Wasserglas stehen lassen, was mir persönlich noch am einfachsten erscheint.

Mir ist es wichtig, bei allem was ich tue, und das gilt ganz besonders für handwerkliche Arbeiten, ein bestimmtes System zu haben, auf das ich zurückgreifen kann. Daher habe ich mir angewöhnt, beim Lackieren von Türen wie folgt vorzugehen: erst Kassetten, dann Rahmenteile des Türblattes und zuletzt den Türrahmen. - Bei Fenstern: Erst Falze, dann Fenstergrund, Ecken/Kanten und dann den Rest.

Aber nicht so wie der Lehrling, der zu seinem Meister sagt: "Meister, die Fenster habe ich fertig, soll ich den Rahmen jetzt auch noch streichen?"

Bin ich mit dem Voranstrich fertig, warte ich in der Regel bis zum nächsten Tag, mindestens aber 10 Stunden, bevor es weitergeht. Jetzt ist ein Zwischenschliff fällig, um eventuelle Unebenheiten auszubessern. Besonders fein wird der Schliff mit Nassschleifpapier. Achtung: Den Vorlack an den Kanten nicht ganz abschleifen, sonst sind hier nach Auftragen der Hauptlackierung unschöne, dunkle Stellen zu sehen. Alles wieder gut reinigen, bevor es nun zum Deckanstrich kommt.

Die Hauptlackierung führe ich in der gleichen Reihenfolge wie die Vorlackierung durch. An Stelle des Vorlacks wird jetzt allerdings Decklack verwand. Farbe nicht zu dick auftragen. Sollte mit dem ersten Deckanstrich noch keine Deckung erzielt werden, wird das ganze am folgenden Tag noch einmal angeschliffen und es folgt ein zweiter Deckanstrich. Spätestens jetzt müsste aber alles paletti sein.

Wenn nicht, so fragen Sie Hausmeister Beckmann!






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