So lassen sich die meisten
Heizkörper entlüften!

Gerade in den oberen Stockwerken unseres Mietshauses kommt es des öfteren mal vor, daß ein Heizkörper gluckert oder ein Heizkörper trotz aufgedrehtem Ventil kaum Wärme abgibt. Dann ist es an der Zeit, Hausmeister Beckmann zu alarmieren. Denn Luft im Heizkörper unterbricht die Zirkulation des Heizwassers.

Um die Chance zu haben, die Anlage so weit als möglich zu entlüften, stelle ich die Umwälzpumpe für das Heizwasser ab. Das hat den Vorteil, daß die im System befindliche Luft nicht unnötig herumgewirbelt wird. Das Heizwasser sammelt sich im unteren Bereich, während die Luft nach oben strömt. In der Zwischenzeit suche ich nach meinem Entlüftungsschlüssel, den ich mir aus dem Baumarkt besorgt habe, nehme mir einen Putzlappen und ein kleines Schälchen oder einen alten Jogurtbecher.

Im Normalfall befindet sich die Entlüftungsschraube an der dem Thermostatventil entgegengesetzten Seite und zwar seitlich oben. Sofern es nicht überlackiert ist erkennen Sie es daran, das es aus einem silbrigen Metall oder aber Messing besteht. Wenn in der Mitte des Entlüftungsventils ein Vierkantstift zu sehen ist, so kann ich hier das Entlüftungsschlüsselchen aufstecken. Es gibt aber auch noch andere Entlüftungsschrauben, die z. B. mit einer Wasserpumpen- oder Kombinationszange aufzudrehen sind.

Um den Fußboden bzw. den guten Teppich meiner lieben Mieter vor dem eventuell austretenden, meist schmutzigen Heizwasser zu schützen, breite ich zunächst den Putzlappen unterhalb der Entlüftungsschraube auf dem Boden aus. Nun ist es an der Zeit, das Schälchen oder den Becher unter die Entlüftungsschraube zu halten. Langsam und vorsichtig beginne ich damit, die Schraube mit der Zange oder aber das Ventil mit dem Schlüsselchen aufzudrehen. Nicht erschrecken. Denn jetzt fängt es an zu zischen. Das heißt, daß die Luft entweicht. Auch kann es zu einem Blubbergeräusch kommen, wenn das Heizwasser nachpulscht. Wird das Zischen weniger, kommt gleich das Heizwasser.

Nun ist die Luft draußen und die Entlüftungsschraube kann wieder angezogen werden. Noch einmal mit dem Putzlappen abwischen - und fertig.

Vorsicht ist geboten: Denn ich muß aufpassen, daß ich die Entlüftungsschraube nicht herausdrehe, weil dann das Heizwasser ungehindert auf den Boden fließen wird. Gleiches kann mir auch beim Entlüftungsventil passieren, wenn mir der Ventilstift herausfällt. Mein kleines Schälchen reicht für die Wassermassen bei weitem nicht aus! Passiert das trotzdem einmal, ist es wieder Essig mit dem Trinkgeld und die anschließenden Reinigungsarbeiten sind eine ganz schöne Sauerei!

Es ist zu empfehlen, diese Prozedur bei allen Heizkörpern auf der Etage, vielleicht auch im ganzen Haus, zu wiederholen. Wenn ich so sehr viel Luft abgelassen habe, ist es notwendig, Wasser in die Heizanlage nachzufüllen. Damit der Druck wieder stimmt.

Bin ich mit allem fertig, ist es an der Zeit, die Heizungsumwälzpumpe wieder einzuschalten. Nun sollten alle Heizkörper wieder Wärme liefern.

Wenn nicht, dann fragen Sie doch Hausmeister Beckmann.






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