Heizkörper lackieren
ist ganz einfach!

Kaum das ich bei einem im Haus mit einer Arbeit fertig bin, kommt auch gleich der Nächste. Arbeitslos werde ich als Hausmeister ganz bestimmt nicht. Hat nun doch die Frau Mahlzahn gesehen, wie ich im Keller die Türen der z. Zt. leer stehenden Wohnung im 2. OG lackiert habe, da fragt sie mich doch, ob ich nicht Lust hätte, ihren Heizkörpern zu neuem Glanz zu verhelfen? Na klar, sage ich, kein Problem für Meister Beckmann.

An Werkzeug benötige ich ein paar Rundpinsel, ein oder zwei Heizkörperpinsel unterschiedlicher Größe, eine Farbwanne mit Lackierroller, diverse Putzlappen, Schmirgelpapier, Gummihandschuhe, Salmiakgeist und natürlich eine Abdeckfolie.

Das besondere an den Heizkörperpinseln ist, das sie vorne in einem Winkel von ca. 30 - 45 gebogen sind, so daß ich bei Rippenheizkörpern auch an die schwer zugänglichen Stellen gut ran kommen kann. Deshalb haben sie auch einen recht langen Stil.

Die beste Zeit zum Streichen sind die Sommermonate, in denen die Heizung nicht in Betrieb ist, da die Heizung während der gesamten Bearbeitungszeit gut abgekühlt sein sollte. Der Lack trocknet sonst zu schnell und läßt sich nicht optimal verarbeiten. Thermostatventil und Ableseeinrichtung werden vorab demontiert, weil sie mir bei der Arbeit recht hinderlich sind.

Wenn ich die Abdeckfolie unter dem Heizkörper großzügig ausgebreitet habe, beginne ich ebenso wie bei den Fenstern und Türen damit, die Heizkörper mit feinem Schmirgelpapier aufzurauen. Je gründlicher und sorgfältiger ich bei dieser zugegeben nicht gerade motivierenden Arbeit bin, um so besser haftet am Ende mein Lack. Am besten beseitige ich den Staub mit einem Staubsauger. Ich habe da so einen speziellen Bürstenaufsatz, mit dem ich auch zwischen die Heizkörperrippen gelange.

Weil der Heizkörper vor dem Anstrich absolut staub- und fettfrei sein muß, mache ich mir auch noch die Mühe und wische ihn mit einem mit Salmiakgeist getränkten Lappen ab, dafür brauche ich dann auch die Gummihandschuhe.

Weiter geht es nun mit einer Grundierung. Wichtig ist dabei, ebenso wie später beim Lackieren, die Herstellerhinweise zu beachten. Hat der Heizkörper bereits eine Lackierung gehabt, kann im Prinzip auch auf die Grundierung verzichtet werden. Da ich aber zu den Zeitgenossen gehöre, die sich nur ungern etwas nachsagen lassen, mache ich mir gern die Arbeit.

Für die Beschichtung verwende ich Heizkörperlack, wie er in Baumärkten und Fachgeschäften erhältlich ist. Dort gibt es meistens auch einen Mischservice, bei dem ich den in der Regel weißen oder hellgrauen Lack in jedem gewünschten Farbton anrühren lassen kann. Ist die Grundierung gut ausgetrocknet, wird sie mit feinem Schmirgelpapier erneut angeraut.

Staub wieder mit dem Staubsauger entfernen und nochmals mit einem trockenen Putzlappen alles abreiben. Jetzt ist es an der Zeit, daß der eigentliche Heizkörperlack aufgetragen werden kann.

Je nach Beschaffenheit des Heizkörpers mit einem der Pinsel oder mit dem Lackroller. Bin ich mit den eigentlichen Anstreich- bzw. Lackierarbeiten fertig, werden die Pinsel auf mehrlagigem Zeitungspapier, das sich im übrigen auch gut als Unterlage verwenden läßt, an Stelle der teuren Abdeckfolie, kräftig ausgestrichen. Zur Aufbewahrung stelle ich die Pinsel dann in ein Glas mit Wasser.

Wenn Sie noch mehr zu diesem Thema wissen möchten, dann fragen Sie doch einfach Hausmeister Beckmann.






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