Lichtschalter kann man
selbst auswechseln!

Habe ich einen defekten Schalter oder paßt er nicht mehr zur Raumgestaltung, sollte ich ihn auswechseln. Habe ich mich durch die schier unendliche Design-Vielfalt gekämpft, ist der Austausch selbst kein Problem mehr.

Bevor ich mich für einen neuen Lichtschalter entscheiden kann, muß die Art des vorhandenen Schalters feststehen: Je nach Wirkung unterscheidet man Aus-, Serien-, Wechsel- und Kreuzschalter. Eine weitere Variante stellt der Taster dar. Erfahrungsgemäß kann ich anhand der Installation die Schalterart erkennen:

Ausschalter setzte ich ein, wenn eine oder mehrere Leuchten gleichzeitig von einer Stelle aus zu schalten sind. Serienschalter schalten zwei Leuchten oder Lampen separat. Hier sind zwei Ausschalter kombiniert, die ich über die geteilte Wippe betätigen kann.

Bei Wechselschalter habe ich die Möglichkeit, eine Leuchte von zwei verschiedenen Stellen aus zu schalten. Ich kann sie problemlos statt des Ausschalters verwenden. Kreuzschalter sind nötig, wenn es erforderlich ist, eine Leuchte von mehr als zwei Stellen aus zu schalten - z. B. in Treppenhäusern. Taster kann ich verwenden, wenn ich den hohen Installationsaufwand für Kreuzschalter vermeiden will. Taster springen nach Betätigung von selbst in ihre Ruhelage zurück, wenn sie per Stromstoß ein Relais angesteuert haben. Ist ein Schalter mit einer Kontrolleuchte ausgestattet, muß auch der neue Schalter diese besitzen.

Wenn ich den auszutauschenden Lichtschalter identifiziert und mir neue Schalter ausgesucht habe, darf ich nicht vergessen, auch den entsprechenden Rahmen zu kaufen. Die Rahmen passen meist nur zu einem einzigen Schalterprogramm.

Habe ich die Aufgabe vor mir, einen Aufputz-Schalter austauschen zu müssen, sollte der neue Schalter genau dem bisherigen entsprechen. Niemals normale Aufputzschalter in Feuchträumen installieren! Hier darf ich nur geschützte Feuchtraum-Schalter nach VDE verwenden.

Zunächst einmal wird der Stromkreis ausgeschaltet, an dem die Leuchte angeschlossen ist, deren Schalter ich wechseln will. Den Stromkreis sollte ich zu meinem eigenen Schutz gegen unbeabsichtigtes Einschalten sichern.

Als erstes wird jetzt die aufgeschraubte Abdeckung des Lichtschalters entfernt, oder wie bei den meisten Modellen die Wippe und eine Klammer gelöst, die Abdeckung läßt sich dann abnehmen. Andere Schaltermodelle sind mit einer Blende ausgestattet, die in den Abdeckrahmen einrastet. Diese kann ich durch vorsichtiges Abhebeln mit dem Schraubendreher lösen.

Bei einer Unterputzinstallation ist der Schaltereinsatz durch Spreizkrallen in der Schalterdose befestigt. Ich löse diese Krallen durch Aufschrauben der beiden seitlich am Dosenrand liegenden Schrauben.

Aus leidvoller Erfahrung zeichne ich mir jetzt auf, welche Leitung an welchen Anschluß führt. Bei Ausschaltern wird eine schwarze und oft eine blaue Leitung zu dem Schalter führen. Am Schaltereinsatz ist ein Anschluß mit einem "P" gekennzeichnet. Zudem zeigt hier oft ein aufgedruckter Pfeil in das Schalterelement. Bei den anderen Anschlüssen zeigen Pfeile aus dem Schalter. Das "P" bedeutet, daß hier der Phase-Anschluß liegen soll - also die schwarze Ader. Bei einem Ausschalter liegt die blaue Leitung an einem Anschluß mit dem wegweisenden Pfeil. Bei Serienschaltern und Wechselschaltern muß ich besonders aufpassen: meist sind hier zwei schwarze Adern am Schalter angeschlossen. Dabei liegt an einer schwarzen Ader Phase, die andere führt zu einer Leuchte bzw. zum zweiten Wechselschalter. Sicherheitshalber sollte ich die zum "P"-Anschluß führende Ader mit einem Klebeband markieren.

Bei Kreuzschaltern ist häufig kein Anschluß mit "P" markiert. Hier ist darauf zu achten, daß die oben und unten in den Schalter einführenden Leitungen genauso auch wieder am neuen Schalter angeschlossen werden. Besitzt ein Schalter ein Leuchtelement, ist besondere Vorsicht geboten: Hier notiere ich mir genau, welche Ader den Mittelleiter zur Schalterleuchte führt - wenn ich diese Ader falsch anklemme, macht es »PENG« und ich habe einen Kurzschluß, der den neuen Schalter ruiniert.

Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste, hat mein Vater immer gesagt!

Es schrieb für Sie ihr Hausmeister Rolf Beckmann aus Bremen.






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