Waschmaschine anschließen
kann jede Frau!

Es gehört handwerklich nicht viel dazu, eine Waschmaschine anzuschließen. Etwas "Gewusst wie" ist allerdings von Vorteil, um Beeinträchtigungen durch Schmutzwasser auszuschließen. Eine Überschwemmung der eigenen und der darunterliegenden Wohnungen durch einen geplatzten Abwasserschlauch ist eine ärgerliche und kostspielige Angelegenheit. Man gut, daß Sie den Hausmeister Beckmann haben, der das für Sie erledigt.

Es gibt wohl keine neueren Waschmaschinen mehr, die keinen Wasser-Stop-Mechanismus eingebaut haben. Deshalb sorge ich bei älteren Modellen durch den Einbau eines Druckfallventils in dieser Hinsicht vor. Der günstigste Platz für die Waschmaschine ist ein gesonderter Kellerraum mit Bodenabfluß - schon um Geräuschbelästigungen zu vermeiden. In neueren Wohnanlagen finden sich hier meist separate Anschlußmöglichkeiten. Doch muß ich mir in Erinnerung rufen: Bei Einzel-Auslaufstellen sind Rückschlagventil und Rohrbelüfter vorgeschrieben.

Das betrifft übrigens auch Spülmaschinen und Außenwasserhähne. Der Rohrbelüfter muß mindestens 15 cm über dem höchstmöglichen Schmutzwasserspiegel installiert sein. Diese Vorschriften sollen verhindern, daß es bei einer eventuellen Rücksaugung im Trinkwassersystem nicht zu einer Verunreinigung durch Schmutzwasser kommt. Deshalb wird der Abwasserschlauch stets von oben in einem Bogen so an den Siphon herangeführt, daß er sich über dem höchsten Schmutzwasserpegel im Siphon befindet. Haben Sie sich als Stellplatz die Küche oder das Bad ausgesucht, kann ich den vorhandenen Spülen- oder Beckensiphon nutzen. Der Einlauf muß dann oberhalb des U-Bogens erfolgen. Fehlt an Ihrem Siphon hier der Einlaufstutzen, so kann ich Ihnen ein Abzweigstück nachträglich leicht einsetzen.

Es geht jedoch nichts über einen Kellerraum, der über Wasserzu- und -ablauf verfügt Alte Wasserhähne tausche ich bei der Gelegenheit gegen neue aus, bei denen Rohrbelüfter und Rückflußverhinderer integriert sind. Das Anschlußgewinde wird von mir mit Kitt und Hanf abgedichtet bevor ich die Armatur eindrehe. Nicht vergessen darf ich, das Wasser abzudrehen, bevor ich den alten Hahn entferne, sonst gibt's wieder kein Trinkgeld.

Ist ein separater Wasserhahn zum Anschluß der Wasch- oder Spülmaschine in der Küche nicht vorhanden, so kann ich einen T-förmigen Abzweig vom Kaltwasserzulauf der Spüle herstellen und zu einem absperrbaren Ventil führen, das ich in die Küchenarbeitsplatte integriere. Auch hier gilt, vor den Arbeiten das Wasser am Eckventil abzudrehen. Vom Abzweig wird das Rohr zum separaten Absperrventil hochgeführt. In dieser Einzel-Auslaufstelle muß wieder ein Rückflußverhinderer integriert sein. Alle Anschlüsse sind mit den üblichen Überwurfmuttern als Schraub-Quetsch-Verbindung ausgeführt. Steht die Waschmaschine im Bad, wo nur ein Eckventil vorhanden ist, kann ich dieses gegen ein Kombi-Geräte-Eckventil mit zwei getrennt absperrbaren Ventilen austauschen.

Der Anschluß an das Abflußrohr wird mit einem Siphon hergestellt. Das Sperrwasser, das sich im U-Bogen sammelt, verhindert das Aufsteigen übler Gerüche aus dem Abwassersystem. Die Kunststoffrohre kann ich mit einer Eisensäge leicht ablängen. Die Schnittstelle entgrate ich mit der Feile, damit ich beim Einschieben das Siphons die im grauen HT-Rohr integrierte Dichtung nicht beschädige. Dann den Waschmaschinenschlauch auf den Flansch des anderen Siphonendes schieben und mit einer Schelle sichern.

Sicher ist sicher:

Für ca. 6,50 erhalte ich in Baumärkten ein Ventil, das die Wasserzufuhr automatisch stoppt, wenn z. B. der Schlauch der Maschine platzt. Zwischen Hahn und Schlauchstutzen montieren!

Es schrieb für Sie Ihr Hausmeister Beckmann aus Bremen.






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